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Verlegehinweise Pflaster / Platten

Verlegehinweise für Pflaster, Platten und Versetzhinweise für Palisaden

 
Verlegehinweise Pflaster (unverbindlich)
Das Verlegen kann sowohl von Hand als auch maschinell erfolgen.
1. Abschieben der nicht tragfähigen Bodenschichten
2. Untergrund planieren und verdichten
3. Tragschicht auffüllen mit frostsicherem Material (Beton-Recycling, Schotter, Kies) und verdichten. Bei Gehwegen und privaten Hofanlagen ca. 20 cm, bei größeren Verkehrslasten 30 – 40 cm.
4. Pflasterbett aus Sand 0 – 4 oder Splitt 1 – 3 ca. 3 – 5 cm aufbringen und mit Lehren abziehen. Das Pflasterbett wird nicht verdichtet, damit Maßtoleranzen der Pflastersteine ausgeglichen werden können.
5. Verlegen der Betonpfastersteine entgegen der Laufrichtung rechtwinklig zur Bezugskante. Um die Kantenbeanspruchung
der Steine zu mindern, muss eine Fugenbreite von 3 – 5 mm eingehalten werden. Es wird empfohlen, aus mehreren Verpackungen zu verlegen, um großflächige Farbschwankungen zu vermeiden.
6. Die Pflasterfläche wird eingesandet, indem man trockenen Sand (0 – 2 mm) mehrmals einkehrt, bis die Fugen vollkommen gefüllt sind. Danach wird die Fläche gleichmäßig abgerüttelt, wobei der Rüttler mit Kunststoff- oder Gummimatte bestückt sein muss. Die  erste Nutzung oder Regen machen es erforderlich, wiederholt die Fugen mit Sand zu füllen.
 
Verlegehinweise Gehweg- oder Werksteinplatten (unverbindlich)
Die Auswahl an Plattenbelägen ist sehr vielfältig, von ganz schlichten Gehwegplatten in grauen und einfarbigen Tönen bis hin zu hochwertig bearbeiteten Werksteinplatten mit verschiedenen Strukturen und Farbnuancen.

Dargestellt werden 2 Verlegevarianten:
Gewachsener Boden:
1. Einbringen des Unterbaus 20 – 40 cm frostschutzsicheres Material (Kies 0 – 32) und verdichten.
2. Auftragen des Plattenbettes 3 – 5 cm aus einem Sand - (0 – 4) - Splitt - (2 – 5) - Gemisch.
3. Sauberes Abziehen der Fläche über Lehren.
4. Verlegen der Platten winkel- und fl uchtgerecht mit einem Fugenabstand von 3 – 5 mm. Höhendifferenzen der Platten sind durch leichtes Anschlagen (Gummihammer) auszugleichen.
5. Verfüllen der Fugen mit Sand (0 – 4) durch mehrmaliges Einkehren. Das Nachfüllen der Fugen ist bis zur Sättigung zu wiederholen.
Betonunterbau:
1. Anlegen einer Betonplatte (10 – 12 cm) mit 2 % Gefälle, um eine Wasserableitung der Fläche zu gewährleisten.
2. Das Plattenbett wird aus 3 – 5 cm Zementmörtel hergerichtet.
3. Verlegen der Platten höhen-, winkel- und fl uchtgerecht im Mörtelbett. Die Fugenbreite sollte mindestens 8 mm betragen.
4. Verschließen der Fugen mit Mörtel, um den Plattenbelag abzudichten. Man vermeidet damit das Eindringen von Wasser (Nässestau). Das Auftreten von Ausblühungen und Frostaufbrüchen wird gemindert.
Die Verlegehinweise sind allgemeine Richtwerte. Darüber hinaus und bei besonderen Einbau- und
Belastungsbedingungen gelten immer die Regelungen zur Bauausführung für den Einzelfall.
 
Verlegehinweise für System Bastei und Königsstein
Bei Kombination verschiedener Steinmaße in Verlegemustern ist nachfolgend zu beachten:
 
Durch Fertigung zu unterschiedlichen Zeitpunkten kann es zu nicht vermeidbaren Höhenunterschieden kommen, welche jedoch die Werte der DIN EN 1338 nicht überschreiten.
 
Insbesondere bei der Verwendung von Großformaten z.B. (30 x 40, 40 x 40, 60 x 40) können die Höhenunterdschiede nicht mehr nachträglich durch das Abmittel ausgeglichen werden.
 
Wir bitten deshalb, die Splittfl äche bei der Verlegung entsprechend auszugleichen, wie etwa bei der Verlegung von Natursteinpflaster.
Versetzhinweise für Palisaden
  • Palisaden werden in verschiedenen Formen und Farben gefertigt. Sie sind vielfältig einsetzbar und bieten optisch ein attraktives Bild im Garten- und Landschaftsbau. Der richtige Einbau ist bei allen Typen gleich zu beachten.
  • Werden Palisaden freistehend zur Einfassung von Außenanlagen eingebaut, so stellt man die Palisaden auf eine ca. 10 cm starke Filterkiesschicht und umfüllt 1/3 der Höhe mit Erdreich. Wichtig ist eine gute seitliche Verdichtung.
  • Fertigungstechnisch werden Palisaden nach oben leicht konisch produziert. Es muss deshalb jede Palisade einzeln lotrecht gesetzt werden. Holzkeile kann man zur Abstandshalterung am Kopf einlegen, die nach Fertigung problemlos entfernt werden können.
  • Palisaden die mit der Erde hinterfüllt werden, um ein Höhenniveau zu überspringen, erhalten ein erdfeuchtes Betonfundament C  12/15. Vorn und hinten wird eine Rückenstütze ausgebildet. Bei höherer Erdhinterfüllung oder Verkehrslasten muss für den Einbau eine individuelle statische Berechnung erfolgen. Danach werden Einbautiefe und Fundamentgröße festgelegt.
  • Palisaden können in der Kehle so gedreht werden, das man problemlos Rundeinfassungen oder Kurven setzen kann.
  • Die Hinterfüllung der Palisaden muss immer ausreichend verdichtet werden. Um Frostschäden zu vermeiden, muss Obrflächen- und Hangwasser durch eine Filterkiesschicht und Drainage im hinterfüllten Bereich abgeleitet werden.